THEATERBREMEN

Mirko Borscht

Regie

Mirko Borscht wurde 1971 in Cottbus geboren. Er arbeitete zunächst in Berlin als Regie- und Kameraassistent. Nach zwei Co-Regiearbeiten am Theater inszenierte er 1992 mit dem Kurzfilm „Mäuseboxen“ seine erste eigene Filmarbeit, danach folgte der zweite Kurzfilm „Bastard!“. Seine Arbeit als Regisseur in Film und Theater wurde wesentlich durch die Zusammenarbeit mit jugendlichen Laiendarstellern bestimmt. So entstand 2005 sein erster abendfüllender Spielfilm „Kombat Sechzehn“ und 2007 das Theaterstück „Opferpopp“, das er für das Thalia Theater Halle mit so genannten „Problemkids“ entwickelte. 2008 erhielt „Opferpopp“ den Hans-Götzelmann-Preis für Streitkultur des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen und 2009 wurde dem Projekt der „BKM - Preis für kulturelle Bildung“ vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in der Stiftung Genshagen verliehen.
Am Centraltheater Leipzig waren in seiner Regie die Stücke „Sweet Dreams“ und „Der Tag des Opritschniks“ (nach einer Romanvorlage von Wladimir Sorokin) zu sehen. Für das Junge Schauspiel Hannover bearbeitete er 2010 das Stück „komA“ von Georg Staudacher und Volker Schmidt und setzte es in der Tellkampfschule Hannover mit 19 Jugendlichen, zwei Lehrern und zwei professionellen Schauspielern in Szene.
Nach „Unfun“, dem 3. Teil der Skandinavischen Misanthropie von Matias Faldbakken, inszenierte Borscht am Centraltheater/Skala Leipzig „Deutschland tanzt nicht“ als Premiere zur Eröffnung der Spielzeit 2010/2011. Es folgte „Kristus - Monster of Münster“ (inhaltlich angelehnt an das Täuferreich von Münster) für das Junge Schauspiel Hannover, schließlich 2012 die Inszenierung von Simon Stephens „Harper Regan“ am Thalia Theater in Halle.
Ab der Spielzeit 2012/13 wird Mirko Borscht als Regisseur im Schauspiel und bei den Jungen Akteuren am Theater Bremen tätig sein, Lars von Triers „Europa“ inszenieren und ein Projekt über den Rechtsextremen Odfried Hepp unter dem Titel „Larger than life“ mit Jugendlichen entwickeln.

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